Herr Näth, die BWG hat nun 100 Jahre Erfahrung mit dem Bau und der Sanierung von Wohnungen. Wie sehen Ihre Planungen in Sachen Wohnqualität für die nächsten Jahre aus?
„Ja, die BWG hat viele Erfahrungen sammeln können im Laufe der Zeit. Darum haben wir auch jetzt beschlossen, die Art der Ausstattungen in unseren Wohnungen individueller und moderner auszuführen. Beispielsweise stehen unseren Mitgliedern nun im Fußbodenbereich drei neue Design-Varianten der Firma PROJECT FLOORS im ‚Planken-Stil’ zur Verfügung. Die neuen Fußbodenbeläge sind nicht nur optisch anspruchsvoller, sie haben auch eine höhere Abriebfestigkeit und sind bestens geeignet, um Problemstellen auszubessern. Weiterhin können die neuen Varianten auch in den Küchen verlegt werden. Bei der Wahl des Herstellers war es uns wichtig, dass die neuen Fußböden weitere zehn Jahre verfügbar sein werden, um einen reibungslosen Service zu ermöglichen. Auch unsere Bäder werden moderner werden. Hier sind wir noch in den Planungen, sichten gerade Materialien und vergleichen Preise. Für Deckeneinbauspots haben wir uns bereits entschieden. Diese werden wohl
zukünftig in vielen sanierten BWG-Bädern zu finden sein, weil wir die Decke als Kabelzuführung nutzen.”

Gibt es auch größere BWG- Projekte in der Zukunft?
„Ja sogar in der nahen Zukunft: Genau 30 barrierefreie Wohnungen werden
in der Martin-Luther-Straße 64–66 entstehen. Dort rechnen wir in den nächsten Wochen mit einer Baugenehmigung. Bei der Sanierung wird
nur noch der Rohbau übrig bleiben. Zusätzliche Balkone und Aufzüge für alle Wohnungen werden das Objekt richtig aufwerten. Noch interessanter wird unser erster Neubau nach 1989 in der Martin-Luther-Straße Ecke Gartenstraße werden. Hier laufen die Planungsarbeiten auf Hochtouren und zum Jubiläumsevent werden wir die Entwürfe veröffentlichen. Es ist dort ein ganzes Karree mit altersgerechten Wohnungen samt barrierefreien Zugängen in moderner Architektur geplant. Und unsere bisherigen Projekte in Burg Süd haben ihr Ziel erreicht und das Quartier deutlich attraktiver gemacht. Das sieht auch die Stadt Burg so und investiert dort nun in die Sanierung der Grundschule und das DRK in einen Kitaneubau.”

Sicher investieren Sie auch in diesem Jahr wieder, oder?
„Ja sicher, es wird wie immer weiter vorangehen. In 2019 werden wir an dem Objekt Theodor-Fontane-Straße 2–4 erstmalig Balkone anbringen sowie in der Lüdersdorfer Straße 15 – 20 a die Hofseite instandsetzen und die Außen- anlagen neu gestalten. Im Südring 14 a – e werden die Hauszugänge barrierefrei und die Vorgärten neu angelegt. Und an einigen Standorten werden wir auch die Müllplätze umgestalten und optimieren.”
Da wartet jede Menge Arbeit auf Sie. Sind weitere Veränderungen in Sicht?
„Die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing mehr dem Zeitgeist anzupassen, ist auch unser Ziel. Als genossenschaftliche Gemeinschaft könnten wir auch mehr untereinander kommunizieren. Mit Hilfe von Social Media wäre das z.B. einfach und für alle fruchtbringend möglich. Gleichwohl ist dieser Bereich für alle Neuland und muss erst einmal erlernt werden. Aber wir wollen im Jubiläumsjahr nicht nur zurück, sondern bewusst auch in die Zukunft schauen. Eine Herausforderung für uns alle!”