Mieterstromförderung ermöglicht neue Projekte

Am 19. Mai übergab die Landesumweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Claudia Dalbert die Urkunde „Energie-Kommune des Monats April” an den Bürgermeister der Stadt Burg Jörg Rehbaum. Die Agentur für Erneuerbare Energien zeichnete die Stadt Burg hiermit für ihr Engagement in Sachen zukunftsweisender Energien aus. Grund für die Prämierung war das in Kooperation von BWG und Stadtwerken Burg seit 2016 betriebene Mieterstromprojekt „SonnenBurg”.

Mittlerweile sind auf zehn BWG-Objekten 35 Photovoltaikanlagen mit 283 Kilowatt peak installiert. 230 Mietparteien können auf diese Weise teilweise mit Solarstrom versorgt werden, den sie für 20 Jahre zum Festpreis erhalten. In Summe ist der Preis für den „Sonnenstrom” günstiger als der Grundversorgungstarif. Hinzu kommt die Gewissheit, dass der Strom klima- und umweltfreundlich erzeugt wird. Allerdings liefern die Photovoltaikanlagen nur ein Drittel des Strombedarfs. Den Rest beziehen die Mieter – wie bisher auch – aus dem öffentlichen Netz. Ein höherer Anteil Mieterstrom konnte bei diesem Projekt nicht realisiert werden, da zum Projektstart noch keine staatlichen Förderprogramme vorhanden waren.

Gesetzesinitiative zum Mieterstrom

Um das Potenzial des Mieterstroms besser heben zu können, hat das Bundeswirtschaftsministerium Mitte März 2017 einen Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Förderung des Mieterstroms” vorgelegt. Dieser wurde im April 2017 vom Bundeskabinett beschlossen. Der Entwurf sieht vor, zukünftig die Lieferung von Strom aus Solaranlagen bis 100 Kilowatt innerhalb eines Gebäudes an Mieter finanziell zu fördern. BWG und Stadtwerke Burg sind sich einig, dass durch die neue Förderung weitere und größere „Sonnenprojekte” realisiert werden. Auch weniger optimale Dachflächen sind nun nutzbar. In Burg gibt es noch weitere Erfolge beim Ausbau erneuerbarer Energien. In Zusammenarbeit mit der Genossenschaft für erneuerbare Energien im Jerichower Land eG werden bereits zahlreiche kommunale Dachflächen für die Erzeugung von Solarstrom genutzt. Darüber hinaus nutzt die Kommune Fördermittel der Landesregierung um öffentliche Gebäude wie z. B. Schulen und Kindertageseinrichtungen energetisch zu modernisieren und so Energie und Kosten einzusparen. Weil noch weitere Ausbaupotenziale bestehen, arbeitet die Stadt zusammen mit Akteuren wie den Stadtwerken und der BWG seit Ende 2016 an einem neuen Klimaschutzkonzept. Fördern auch Sie eine umweltfreundliche Stromerzeugung! Werden Sie einfach Mitglied in der „Genossenschaft für Erneuerbare Energien im Jerichower Land eG”. Sie können bis zu 50 Anteile von je 300 EUR erwerben und auch finanziell profitieren. Weitere Infos erhalten Sie auf www.landsonne.de“