Hin und wieder tauchen sie in den Medien auf: Legionellen. Diese Bakterien kommen typischerweise im Wasser vor. Sie können in seltenen Fällen zu einer Lungenentzündung führen, wenn sie in hoher Konzentration über die Atemwege aufgenommen werden. Der Gesetzgeber verpflichtet Vermieter, die eine entsprechend definierte Anlagengröße ihrer Trinkwassererwärmungsanlage vorhalten, diese dem Gesundheitsamt zu melden und vorgeschriebene Untersuchungen durchzuführen.

Überschreitet die Legionellen-Konzentration den sogenannten „Technischen Maßnahmenwert”, werden vorbeugend Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Erreichen dieses Wertes ist nicht gleichbedeutend mit einem unmittelbaren Erkrankungsrisko. Er ist ein Frühwarnindikator zur Vorbeugung eines Risikos. Wenn der Vermieter also über einen solchen Grenzwert informiert, liegt noch keine direkte Gefährdung vor.

Zu einer erhöhten Legionellenkonzentration innerhalb einer Wohnung kann es aber durch lange in den Leitungen stehendes Wasser kommen. Ratsam ist es daher, das Wasser nach längerer Abwesenheit über mehrere Wochen oder gar Monate erst ein wenig ablaufen zu lassen.